Private Homepage: Welche Kosten kommen auf mich zu?

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Eine eigene Homepage erstellen! Vielleicht, um dort sein Hobby vorzustellen und Gleichgesinnte kennenzulernen. Oder eine private Website für die Thekenmannschaft, in der man spielt. Oder, um sie als Bewerbungs-Homepage zu nutzen.

Es gibt viele gute Gründe, eine private Homepage zu erstellen. Doch dabei stellt sich zunächst eine wichtige Frage: Was kostet das eigentlich? Wir klären, welche Kosten im Einzelnen anfallen und wie man möglichst günstig zur eigenen Website kommt.


Übersicht: Diese Kosten fallen bei einer privaten Website an

Wer eine eigene private Homepage erstellen möchte und nach den Kosten googelt, findet diverse Anbieter, die versprechen, dass man mit ihnen günstig, manchmal sogar kostenlos, eine eigen Website erstellen kann. Doch wie kann man die Angebote vergleichen? Hierbei hilft eine kleine Aufstellung, welche Kosten bei einer privaten Homepage überhaupt anfallen können:

  • Eigene Internetadresse
  • Webspace und Hosting der privaten Homepage
  • Software, um die Homepage zu erstellen

Kosten für die eigene Internetadresse

Um eine eigene Website zu erstellen, muss man sich zunächst eine eigene Internetadresse (Domain) aussuchen und diese reservieren. Nehmen wir exemplarisch die Adresse "www.beispiel.de". Wer nun eine Website einrichten möchte, die unter dieser Adresse erreichbar sein soll, muss die Adresse registrieren und reservieren. „De“-Internetadressen werden von der DENIC (www.denic.de) verwaltet. DENIC steht für „Deutsches Network Information Center“. Bei der DENIC sind sämtliche Internetadressen mit der deutschen Länderkennung „de“ registriert – einschließlich der Namen und Anschriften der Website-Betreiber.


Um Internetadresse auf seinen Namen zu registrieren und sich so die Adresse zu sichern, kann man die Wunsch-Domain auf der Website https://direct.secure.denic.de/ direkt online registrieren. Das ist aber nicht kostenlos! Aktuell kostet die Registrierung 116 Euro. Das beinhaltet die Kosten für die Registrierung und die Domainverwaltung für ein Jahr. Nach diesem Jahr werden jährlich 58 Euro Verwaltungskosten fällig.


Wer jetzt erschrocken denkt, dass eine private Website damit viel teurer ist als gedacht, der sei beruhigt: Es geht auch deutlich günstiger! Eine Domain kann man nämlich nicht nur direkt bei der DENIC registrieren, sondern auch bei diversen Hosting-Providern. Dazu zählen zum Beispiel Strato und 1&1. Und hier ist eine Internetadresse deutlich billiger zu haben. Bei Strato etwa kostet eine eigene de-Domain im ersten Jahr nur 0,25 Euro pro Monat. Danach werden 0,79 Euro pro Monat fällig. Das ist deutlich günstiger als direkt bei der DENIC!


Webspace und Hosting der privaten Homepage

Mit einer eigenen Internetadresse hat man bereits den ersten Grundstein gelegt, um eine private Homepage zu erstellen und zu betreiben. Allerdings fehlt noch ein entscheidender Baustein. Irgendwo müssen die Bilder und Texte, die man auf seiner Website präsentieren möchte, schließlich gespeichert und gelagert werden. Und damit die private Homepage rund um die Uhr erreichbar ist, muss der Computer, auf dem die Daten gespeichert werden, rund um die Uhr im Betrieb sein. Hierfür bucht man bei einem sogenannten Hosting-Provider Webspace. So nennt man Speicherplatz auf Webservern im Internet. Der Hosting-Anbieter stellt dabei nicht nur den Speicherplatz zur Verfügung, sondern garantiert auch die Erreichbarkeit der Website und die Sicherheit der Daten. Je nachdem, welches Hosting-Paket man auswählt, ist der verfügbare Webspace größer oder kleiner. So genügen für private Homepages beispielsweise oftmals Einsteigertarife, die nur wenige Euro pro Monat kosten. Je komplexer und größer die geplante Website wird, desto höher sind die Kosten für Webspace und Hosting.


In der Regel sind übrigens bei Hosting-Tarifen die Kosten für eine eigene Internetadresse bereits enthalten. Man muss diese also nicht zusätzlich buchen. Hierbei sollte man sich die Tarife der einzelnen Anbieter jedoch sehr genau durchlesen, bevor man eine Entscheidung trifft.


Software, um die Homepage zu erstellen

Wer nun eine Internetadresse registriert und einen Hosting-Tarif ausgewählt hat, dem fehlt nur noch ein Baustein: eine Software, mit der man die Homepage erstellen kann. Hier gibt es jede Menge unterschiedlicher Lösungen. Kostenlose wie Wordpress oder Joomla. Kostenpflichtige wie Website X5 oder Dreamweaver. Software für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis.


Warum sind Homepage-Baukästen für private Websites empfehlenswert?

Für Einsteiger sind sogenannte Homepage-Baukästen eine praktische Lösung. Hier wird nämlich keinerlei Vorwissen vorausgesetzt. Man sucht sich aus verschiedenen Vorlagen ein schickes Design für seine Website aus und gestaltet die private Homepage anschließend ganz einfach mit der Maus.


Das ist aber nicht der einzige Vorteil bei Homepage-Baukästen. Bei vielen Anbietern sind nämlich auch noch eine eigene Internetadresse und das Hosting inklusive. Man bekommt also eine Komplettlösung, mit der man eine eigene, private Website erstellen kann. Und das alles für wenige Euro pro Monat!


Was ist von kostenlosen Lösungen für private Homepages zu halten?

Bei kostenlosen Homepage-Baukästen bekommen Sie Webspace, also Speicherplatz für Ihre Website, und eine Software, mit der man die Website erstellen kann. Was man allerdings nicht bekommt, ist eine eigene Internetadresse. Stattdessen ist bei kostenlosen Lösungen immer nur eine sogenannte Subdomain inklusive. Statt unter der Internetadresse www.meinewebsite.de würde die Website zum Beispiel unter www.meinewebsite.gratis-baukasten.de zu erreichen sein.


Doch das ist nicht der einzige Nachteil von kostenlosen Homepage-Baukästen. Die Anbieter blenden auch Eigenwerbung auf den Websites ein, die mit den Baukästen erstellt wurden. Wo diese Werbung konkret auftaucht, wie groß die Werbebanner sind und was genau auf den Bannern zu sehen ist, darauf hat man keinen Einfluss. Abschalten lässt sich die Werbung nur, wenn man ein Upgrade zu einem kostenpflichtigen Baukasten-Tarif durchführt. Und genau darauf hoffen die Anbieter natürlich. Das ist das Geschäftsmodell!



Genügen kostenlose Baukästen für private Websites?

Diese Frage muss natürlich jeder selbst für sich beantworten. Kostenlose Baukästen sind gut dafür geeignet, um in die Gestaltung einer privaten Homepage mal hinein zu schnuppern und erste Erfahrungen zu sammeln. Wer damit leben kann, dass er keine eigene Internetadresse bekommt und Werbung, auf die er keinen Einfluss nehmen kann, auf seiner Website eingeblendet wird, für den sind kostenlose Baukästen auf jeden Fall eine interessante Alternative.

Bedenken sollte man jedoch, dass die kostenpflichtigen Baukästen einen deutlich größeren Funktionsumfang mitbringen und man somit mehr Möglichkeiten hat, seine private Website nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. So kann man bei vielen kostenlosen Baukästen zum Beispiel keine Kommentarfelder auf der Website platzieren, keinen Video-Player integrieren und nur eine sehr geringe Zahl von Seiten erstellen. Zudem gibt es in der Regel auch keinen Telefon-Support. Wer also bei der Gestaltung seiner Website nicht weiterkommt, muss sich irgendwie selber helfen oder tagelang auf eine E-Mail-Antwort vom Support-Team warten – wenn solch ein E-Mail-Support überhaupt zum Leistungsumfang gehört!

Außerdem ist bei einem Website-Baukasten, bei dem eine eigene Internetadresse inklusive ist, meist auch eine eigene E-Mail-Adresse inkludiert. Man kann sich dann seine E-Mails zum Beispiel an die Adresse "thomas@meinewebsite.de" schicken lassen. Allein das dürfte für viele schon Grund genug sein, die paar Euro, die ein Homepage-Baukasten pro Monat kostet, zu investieren.


Markus Siek Erstellt von:
Markus Siek
Homepage Experte
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