13.07.2018 - Testberichte

Webvisitenkarte: Testbericht

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Eine eigene Webpräsenz zu haben, heute absolutes Pflichtprogramm. Social Media allein genügt nicht mehr, um gefunden zu werden. Eine eigene Homepage mit Suchmaschinenoptimierung muss deshalb her. Wer über keine Programmierkenntnisse verfügt, muss deswegen aber nicht unbedingt für teures Geld einen Webdesigner oder eine Agentur beauftragen, denn dafür gibt es Homepage-Baukästen. Ein Homepagebaukasten setzt auf einfache Bedienung und vielfältige Anpassungsmöglichkeiten, mit denen auch Laien problemlos und in kurzer Zeit ihre eigene repräsentative Homepage (privat oder für Unternehmen) bauen können.


Da es aber so viele verschiedene Anbieter und Baukästen gibt, haben wir eine Testreihe der bekanntesten und gängigsten Homepage-Baukästen gestartet und unsere Erfahrungen mit diesen für dich hier zusammengefasst. So auch den Baukasten von Webvisitenkarte.net. Dieser wird von der Webdesign-Agentur United Webdesign zur Verfügung gestellt und bietet sehr günstige Tarife. Der Funktionsumfang ist schlank und funktional, auf Schnickschnack wurde dabei komplett verzichtet. Lobend zu erwähnen ist hierbei die Möglichkeit zur Mehrsprachigen Umsetzung.


Wir haben den Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte.net für dich ausgiebig in Sachen Funktion, Bedienbarkeit, Support und Kosten getestet und zeigen dir in diesem Beitrag die Vor- und Nachteile des selbigen auf. Und los geht’s!


Funktionen

Beim Funktionsumfang fällt der Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte weder positiv noch negativ auf. Viele wichtige Funktionselemente sind vorhanden, allerdings gibt es weder einen Veranstaltungskalender noch eine Kommentarfunktion für einzelne Seiten oder einen Onlineshop. Bildergalerien lassen sich komfortabel erstellen, Bildunterschriften können sehr einfach hinzugefügt werden.


Online-Shop

Wer einen Onlineshop möchte, wird mit Webvisitenkarte nicht glücklich, denn einen Shop bringt der Homepage-Baukasten leider nicht mit.


Blog

Eine Blog-Funktion ist im Baukasten enthalten und lässt sich problemlos bedienen. Alle gängigen Eigenschaften sind vorhanden. Überraschenderweise gibt es hier auch eine Kommentarfunktion, die jedoch nicht auf die auf die anderen Seiten sondern lediglich für den Blog einsetzbar ist. Hier kann festgelegt werden, ob Kommentare erlaubt sind und ob diese moderiert werden müssen sowie Angaben, wie viele Kommentare pro Beitrag erlaubt sind.


Newsletter

Ein eigenes Newslettersystem ist ebenfalls nicht an Bord. Wer regelmäßige Mailings versenden möchte, muss hier auf einen externen Anbieter ausweichen und muss dann in Sachen DSGVO einiges zusätzlich beachten.


Erweiterbarkeit

Einen App-Store oder Plugins zur Funktionserweiterung gibt es bei diesem Baukasten leider nicht. Allerdings lassen sich Video- und Audiodateien, zum Beispiel von Youtube, Vimeo oder Soundcloud, Social Media Buttons, Social Bookmarks und eine Kommentarfunktion per Widget von externen Seiten einfügen. Auch der Slideshow-Modus, der keine animierten Bildübergänge beherrscht, ist in ein Extra-Element ausgelagert. Kalender, etwa für Veranstaltungen, lassen sich in Form eines Google Kalenders einfügen, wenn man einen Account besitzt (und das tut jeder, der z.B. Whatsapp nutzt).


Formulare

Für Besucher, die sich direkt an dich wenden wollen, steht ein Kontaktformular bereit, das mit einen Spam-Schutz versehen ist. Eine Kommentarfunktion sucht man leider vergebens. Dafür lässt sich aber ein Gästebuch anlegen, in dem Besucher eine Rückmeldung hinterlassen können.


Individualisierbarkeit

Auch der Individualisierbarkeit sind bei all der Einfachheit deutliche Grenzen gesetzt. Zwar kann mit Widget nachgerüstet werden, das verlangsamt jedoch mit steigender Zahl der Widgets die Ladezeit der Homepage und sollte deshalb mit Bedacht genutzt werden.


Hosting

Damit du für deine eigene Homepage nicht mehrere Anbieter miteinbeziehen musst, ist das Hosting bei Webvisitenkarte im Paket enthalten und verursacht keine Aufpreise wie Servermiete oder ähnliches.


SEO

Für die Suchmaschinenoptimierung lassen sich Meta Titel und Beschreibung anpassen und Keywords festlegen. Für Bilder können Alternativtexte eingegeben werden, damit Suchmaschine und User auch dann den Inhalt und das Thema des Bilds verstehen, wenn das Bild einmal nicht geladen werden kann. Auf die Hilfe eines SEO-Assistenten muss dabei aber verzichtet werden.


Mehrsprachigkeit

Eine mehrsprachige Webseite ist in manchen Fällen ein klarer Wettbewerbsvorteil; zum Beispiel in der Tourismus- oder Gastronomiebranche. Mit dem Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte lassen sich mehrsprachige Webseiten erstellen – zwar nur im Business-Tarif, dort aber dafür sehr komfortabel.


E-Mail-Postfach

Ein E-Mail-Postfach gibt es erst in den kostenpflichtigen Tarifen. Im Basic-Tarif sind drei Postfächer enthalten, im Business-Tarif ist die Anzahl der E-Mail-Postfächer unbegrenzt. Nutzer der kostenlosen Version müssen auf diese Funktion komplett verzichten.


Templates/Design-Vorlagen

Was die Design-Vorlagen betrifft, stehen eher wenige taugliche Vorlagen bereit, die sich allerdings vielfältig anpassen lassen. Alle Designs sind responsive, im Vorschaumodus kann man sehen, wie die Webseite auf Smartphones oder Tablets dargestellt wird. Wem keines der Templates zusagt, der kann auch ein individuelles Design vom Anbieter anfordern. Das kostet dann aber natürlich zusätzlich. Minuspunkte bekommt Webvisitenkarte, weil kein Fundus an Gratisbildern angeboten wird.


Mitgliederbereich

Einen Mitgliederbereich gibt es leider nicht, ein Passwortschutz für einzelne Seiten ist zwar möglich, steht aber nur in den kostenpflichtigen Tarifen zur Verfügung.


DSGVO

Hier hat man sich Gedanken gemacht und stellt über einen Partner (it-recht kanzlei münchen) ein Zusatz-Abo für rechtssichere Texte inklusive Update-Service (Mindestlaufzeit: 1 Monat) zur Verfügung. Für ca. 6 € monatlich holt man sich wertvolle Unterstützung ins Boot.


Bedienbarkeit

Wie leicht geht die Bedienung von der Hand? Die Frage nach der Usability ist eine der wichtigsten. Homepage-Baukästen im Allgemeinen sind darauf ausgelegt, dass absolut jeder sie einfach und Problemlos bedienen kann, damit die Erstellung und Pflege der eigenen Homepage mit geringem Zeitaufwand und ohne Vorkenntnisse und Erfahrung umsetzbar ist. Webvisitenkarte setzt schon beim überschaubaren Funktionsumfang auf konsequente Einfachheit. Doch ist das auch bei der Bedienbarkeit der Fall?


Bedienoberfläche

Der Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte wirbt mit Einfachheit, lässt sich aber mittelmäßig bedienen. Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt es nur eine eingeschränkte Drag-and-Drop-Bedienung, und die Elemente können nicht so frei verschoben werden wie bei anderen Anbietern. Auch die Bedienoberfläche wirkt nicht so modern, ist dafür aber aufgeräumt und übersichtlich.


Einstellungen

Alle wichtigen Einstellungen zu Verträgen, Homepage, Layout, Blog und Co. können relativ einfach über eine einzige Menüleiste im Backend vorgenommen werden. Die Einstellungsmöglichkeiten sind nicht zu Umfangreich und werden im Hilfebereich genauer erklärt.


Apps/Desktop

Auf eine App, um die Webseite mobil zu bearbeiten, muss man verzichten. Stattdessen erfolgt die Steuerung und Verwaltung der Website ausschließlich über das Online-Backend. Am einfachsten geht das über einen Desktop-PC.


Backup

Eine Backup-Funktion gibt es leider nicht. Löscht man versehentlich Teile der Website, sind diese leider nicht wiederherzustellen. Man muss somit etwas mehr Vorsicht bei der Bearbeitung walten lassen und damit auch etwas mehr Konzentration darauf verwenden.


Support

Die Nutzeroberfläche ist komplett deutschsprachig, es werden keinerlei Englischkenntnisse benötigt. Erklärvideos, die bei Anwendungsfragen helfen könnten, gibt es leider nicht; hierfür kann man aber auf gut formulierte FAQ und andere Hilfstexte zurückgreifen.


Sollten die Hilfstexte nicht ausreichen, kann man sich an den E-Mail-Support wenden, der Fragen auf Deutsch beantwortet und auch im Gratis-Tarif verfügbar ist, dort aber langsamer antwortet. Der ebenfalls deutschsprachige Telefon-Support ist nur in den kostenpflichtigen Tarifen enthalten. Es handelt sich jedoch nicht um einen Direkt-Support, sondern um einen Rückruf-Service. Zu beachten ist hierbei, dass es keinen Fulltime-Support gibt, sondern auch dieser feste Bürozeiten hat, was die Wartezeit auf eine Reaktion bisweilen etwas verlängert.


Preiskategorien


Der Leistungsumfang ist im Gratis-Tarif schmal, aber für kleine Projekte ausreichend. Im Basic-Tarif steht mehr Speicherplatz zur Verfügung (2 GB) und im Business-Tarif kann man auf unbegrenzten Speicherplatz zugreifen. Eigene E-Mail-Postfächer gibt es nur in den kostenpflichtigen Tarifen. Außer im kostenfreien Tarif bietet der Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte in allen Tarifen eine eigene, namentlich anpassbare Internetadresse (Domain). Eine bereits bestehende Internetadresse kann fortgeführt werden, sofern man nicht den kostenfreien Tarif nutzt.


Im kostenpflichtigen Basic-Tarif beträgt die Mindestlaufzeit drei Monate, im Business-Tarif nur einen Monat. Die Kündigungsfrist ist jeweils auf sieben Tage festgesetzt. Punktabzug gibt es, weil Webvisitenkarte nur im Business-Tarif eine werbefreie Webseite bietet. Wie auch bei anderen Anbietern wird im Gratis-Tarif ein großes Werbebanner gezeigt. Dass jedoch auch im Basic-Tarif noch Werbung in Form einer Anbieterkennzeichnung auftaucht, ist ungewöhnlich und ein klares Manko.

0,00€*

Free

Für kleine Projekte mit bereits vorhandener Domain, dauerhaft kostenlos, mit Werbung, 500 MB Speicher, kein E-Mail-Postfach

4,99€*

Basic

Für Websites ohne Shop, mit E-Mail-Postfach, ohne Werbung, jedoch mit Anbieterkennzeichnung, 2 GB Speicher, 3 E-Mail-Postfächer

6,99€*

Business

Für Firmenwebsites ohne Online-Shop, keine Werbung, unbegrenzter Speicher, unbegrenzt E-Mail-Postfächer

* inkl. MwSt, Preis pro Monat für einen Jahresvertrag


Fazit:

Webvisitenkarte richtet sich vor allem an User, die keinen Onlineshop benötigen und auch sonst wenig Zeit haben oder aufwenden wollen. Im Zentrum steht Einfachheit durch überschaubare Funktionen ganz ohne Schnickschnack. Dabei bleiben leider aber auch ein paar Basisfunktionen auf der Strecke. Die Bedienungsfreundlichkeit des Homepage-Baukastens ist eher durchschnittlich. Hier wären mehr Drag-and-Drop-Funktionen wünschenswert. Außerdem fehlt eine App, um die Webseite von unterwegs zu bearbeiten.


Das Design wirkt im insgesamt professionell, ein Manko ist jedoch der nicht vorhandene Fundus an Gratisbildern, den einige Konkurrenzanbieter im Programm haben. Auch bei den Marketing-Möglichkeiten gibt es Licht und Schatten: Die Suchmaschinenoptimierung erfüllt die Erwartungen und ist einfach zu bedienen. Minuspunkte gibt es indes für die Social-Media-Funktionen, für die (außer für Facebook) keine Buttons vorhanden sind. Auch eine Newsletter-Funktion ist nicht im Angebot enthalten. Dafür aber eine Blog-Funktion mit allen wichtigen Merkmalen.


Der Support ist zwar nicht rund um die Uhr zu erreichen, dafür können Fragen per E-Mail und per Telefon gestellt werden. Telefonischen Support gibt’s aber nur in den kosten-pflichtigen Tarifen.


Kurzum: Der Homepage-Baukasten von Webvisitenkarte kann bei den Vertragsdetails punkten, in allen anderen Kategorien liegt er im Mittelfeld.


Der Autor
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Lorenz Graubner
Hallo, ich heiße Lorenz. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Erstellung von Websites und bin der Meinung, dass der Weg zur eigenen Website nie einfacher war als heute. Wie das geht, möchte ich dir hier zeigen.