Homepage auf eigenem Server planen

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Es gibt viele gute Gründe, eine eigene Website zu erstellen. Egal, ob es sich um eine private oder gewerbliche Homepage handelt. Wer in puncto Flexibilität und Performance höchste Ansprüche verfolgt, sollte zudem darüber nachdenken, die Homepage auf einem eigenen Server zu betreiben.


Neben der Gestaltung der eigenen Homepage, fallen in der Planung dafür auch Fragen an, wie welchen Server sollte man nutzen und auf was ist dabei zu achten?

Was ist ein eigener Server?

Websites bestehen aus jeder Menge Texten, Bildern und vielen weiteren Dateien. Die entsprechenden Daten einer Website werden auf einem Webserver gespeichert. Das ist nichts anderes als ein hochwertiger Computer, der permanent mit dem Internet verbunden ist. In der Regel werden auf einem Server sehr viele unterschiedliche Websites gespeichert und verwaltet. Man spricht in diesem Fall vom sogenannten „Shared Hosting“.


Wer sich den Speicherplatz und die Rechenpower eines Servers nicht mit anderen Website-Betreibern teilen möchte, kann auch eine Homepage auf einem eigenen Server erstellen. Diese Server kann man bei Hosting-Providern wie etwa Strato, 1&1 und vielen anderen mieten. Da man hier einen Server exklusiv zur Verfügung hat, sind die monatlichen Kosten natürlich deutlich höher als bei gewöhnlichen Shared-Hosting-Angeboten.


Vorteile einer Homepage auf eigenem Server

Besonders bei anspruchsvollen Websites setzen die Betreiber gerne auf einen eigenen Server. Und das hat Gründe, denn ein eigener Server bietet jede Menge Vorteile.

Bessere Performance

Optimierung

Wenn auf einem Server 200 Websites gehostet werden und davon 100 gleichzeitig so viele Besucher wie noch nie zählen, kann die Performance aller Websites schon mal darunter leiden. Heißt: Die Websites bauen sich nur langsam auf, wenn jemand die Internetadresse aufruft, weil die Serverkapazität ausgereizt ist. Im schlimmsten Fall lässt sich die Homepage gar nicht aufrufen, und der Besucher bekommt eine Fehlermeldung angezeigt. Wer einen eigenen Server zur Verfügung hat, der muss solche Probleme nicht fürchten. Hier steht die volle Rechen-Power zur Verfügung!

Kurze Antwortzeiten

Zeitersparniss

Die Antwortzeiten eines eigenen Servers sind deutlich besser als bei Websites mit Shared Hostings. Das bedeutet: Nutzeraktionen (Aufruf der Website, Klick auf Links) werden schneller verarbeitet, was für eine verkürzte Ladezeit und eine bessere Nutzerfreundlichkeit sorgt. Eine weitere Folge: Da der Pagespeed, also die Seitengeschwindigkeit, ein Ranking-Faktor bei Google ist, klettert man mit einer Website, die auf einem eigenen Server liegt, automatisch weiter nach oben.

Volle Software-Kontrolle

Aenderungen

Wie auf einem privaten PC läuft auch auf einem Server ein Betriebssystem. Windows und diverse Linux-Derivate sind hier am meisten verbreitet. Zusätzlich sind auf den Servern auch diverse Software-Lösungen installiert, die für die Bereitstellung der Website benötigt werden. Wer einen eigenen Server zur Verfügung hat, kann selbst bestimmen, welches Betriebssystem und welche Software installiert sein soll. Und: Er kann auch festlegen, wann der Server kurzzeitig in den Wartungs-Modus schaltet, weil Updates vorgenommen werden.

Keine „Bad Neighborhood“

Standort

Niemand wohnt gerne in schlechter Nachbarschaft. Und das gilt auch für Websites! Wenn man sich einen Server mit anderen Websites teilt, hat man keinen Einfluss darauf, um welche Homepages es sich dabei handelt. Wer Pech hat, landet mitten in einer Sammlung dubioser Sex-Portale oder Seiten, die mit Schadsoftware infiziert sind. Das kann auch negative Auswirkungen auf die eigene Website haben. So kann solch eine schlechte Nachbarschaft zu schlechteren Rankings bei Google führen, weil der Suchmaschinenanbieter auch die eigene Website misstrauisch beäugt – auch, wenn es eigentlich unbegründet ist.


Wissenswertes zu Homepage auf eigenem Server

Wer sich die Angebote der großen Hosting-Dienstleister wie 1&1, Strato oder Webhostone anschaut, dem fällt schnell auf, dass zwischen verschiedenen Arten von eigenen Servern unterschieden wird. Wir klären, was sich hinter den Begriffen verbirgt und erläutern außerdem, ob sich auf einem eigenen Server auch Websites mit einem Homepage-Baukasten erstellen lassen.


Virtual Server

Bei solch einem Angebot wird auf einem physikalischen Server ein Teil für einen virtuellen Server reserviert. Das bedeutet: Man kann auf diesem virtuellen Server wie auf einem echten Server die Konfiguration des Betriebssystems und der Software frei bestimmen – in Wirklichkeit aber teilt man sich den Server wie bei Shared Hosting-Angeboten mit jeder Menge anderer Websites.


Managed Server

Bei einem Managed Server bekommt man tatsächlich einen echten, eigenen Server. „Managed“ bedeutet in diesem Fall, dass man nicht selbst als Administrator aktiv werden und Software oder Updates einspielen muss. Stattdessen wird dies vom Anbieter übernommen. Man selbst kann sich also auf die Weiterentwicklung der eigenen Website konzentrieren.


Dedicated Server / Root Server

Ein Root Server ist ein Server, bei dem der Nutzer die vollen Zugriffsrechte bekommt – also die Administratoren-Rechte. Er kann also jederzeit ein neues Betriebssystem installieren oder neue Software aufspielen. Der Nutzer hat hier also die absolute Freiheit – aber auch die maximale Verantwortung!


Homepage-Baukasten und eigener Server

Wenn man sich einen Homepage-Baukasten aussucht und damit eine Website mit eigener Internetadresse erstellt, ist das Hosting in der Regel schon inklusive. Einen eigenen Server bekommt man dabei jedoch nicht, sondern muss sich den Server mit vielen anderen Website-Betreibern teilen. Theoretisch spricht jedoch nichts dagegen, mit dem Homepage-Baukasten von 1&1, Strato oder anderen Anbietern auf einem eigenen Webserver eine Homepage zu erstellen. Der Baukasten ist nämlich nichts anderes als eine Software-Lösung, die auf dem Webserver installiert wird.


Für den Anfang genügt jedoch in der Regel ein „normales“ Shared-Hosting-Angebot. Ist die Website dann irgendwann so erfolgreich, dass man sie auf einem eigenen Server laufen lassen will, kann man immer noch problemlos wechseln!


Markus Siek Erstellt von:
Markus Siek
Homepage Experte
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