Gestaltung einer Band-Homepage

...Schritt-für-Schritt zum eigenen erfolgreichen Internetauftritt!

Jede Band macht andere Musik. Daher ist es schwierig, allgemeine Ratschläge für die Gestaltung einer Band-Homepage zu geben. Es gibt aber einige Richtlinien, an denen sich Bands gleichermaßen orientieren können, so unterschiedlich ihre Musik und ihre Fans auch sein mögen.


Der folgende Ratgeber beantwortet die zentralen Fragen, die man sich beim Gestalten einer Band-Homepage stellen sollte: Welches Farben sind geeignet, und welches Layout? Was ist beim Verfassen der Texte und bei den unterschiedlichen Schriftarten und -größen zu beachten? Und wie geht man richtig mit Foto-, Audio- und Video-Dateien um?


Die passende Farbe

Oft findet sich bereits beim Sichten des Bild- und Video-Materials, das auf der Homepage veröffentlicht werden soll, eine gewisse Farbzusammenstellung, die bei der Farbwahl für die Homepage ebenfalls aufgegriffen werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man sich an dem folgenden Leitfaden orientieren:


Metal- oder Industrial-Bands, die eher aggressive Musik machen, setzen gern auf dunkle Farben, meistens auf Schwarz. Diese wird oft über die gesamte Bildschirmbreite hinweg als Hintergrundfarbe verwendet.


Jazz- oder Rock-Bands sollten ihre Homepage ebenfalls in eher dunklen Farben halten. Weinrot oder ein dunkle Blau eignen sich recht gut, gern auch aufgelockert durch Spuren hellerer Farben wie Gelb oder hellerer Grau-Töne, damit die Homepage nicht zu düster wirkt.


Für Pop-Bands sowie Bands, die eher unbeschwerte Musik wie Schlager oder Dixie machen, sollten die Farben entsprechend hell und bunt gewählt werden.


Die Wahl des Layouts

Im Regelfall ist ein einspaltiges Layout mit einem horizontalen Navigationsmenü eine gute Wahl für eine Band-Homepage. Auf Seitenleisten kann verzichtet werden. Eine Ausnahme bilden Bands, die häufig für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Dorffeste oder Firmenfeiern gebucht werden. Diese Bands können auch auf ein vertikales Navigationsmenü zurückgreifen. Damit können in der sich darunter ergebenden Seitenleiste wichtige Informationen, zum Beispiel die Kontaktdaten, hinterlegt werden.


Die Gestaltung der Texte

Bands, die sich eher als Dienstleister verstehen und mit ihrer Homepage potentielle Kunden erreichen wollen, sollten ihre Kundschaft formell siezen. Der Schreibstil sollte generell eher dem einer gewerblichen Homepage entsprechen.


Bands, die mit eigenen Songs ein künstlerisches Ziel verfolgen, sollten einen für ihre Musik passenden, authentischen Stil wählen. Meist ist ein „ihr“ als Ansprache für die Fans geeignet. Ob und wie viel Informationen beziehungsweise Text überhaupt auf der Homepage veröffentlicht werden soll, ist auch stark von der Zielgruppe und der Band selbst abhängig. Manche Bands sind bewusst zurückhaltend und geben nur wenige Informationen bei Veröffentlichungen von neuen Platten oder aktuellen Konzertterminen preis. Bei anderen Bands stellen sich die Mitglieder in kleinen Steckbriefen vor oder geben persönliche Einblicke in das Leben hinter der Bühne und zwischen den Konzerten.


Abseits der inhaltlichen Aspekte sollten auch Faktoren wie die Schriftgröße beachtet werden. Da die Lesbarkeit auf einem Monitor schlechter als auf Papier ist, sollte diese mindestens 14 Pixel und der Zeilenabstand eineinhalbfach betragen. Serifenlose Schriften wie Arial sind ebenfalls leichter zu lesen, wirken aber modern, etwas unterkühlt und reduziert. Dies sollte dann auch zu der Musik der Band passen. Schriftarten mit Serifen wie Times New Roman hingegen werden gern für alles, was eher einen traditionellen, klassischen Bezug hat und nicht „schnörkellos“ wirken soll, eingesetzt.


Der Einsatz von Bildern

Alle Bilder auf einer Band-Homepage sollten authentische Fotos von der Band und ihren Mitgliedern sein, und nicht sogenannte Stockfotos. Ein Großteil der Bilder kann in einer eigenen Bildergalerie zur Schau gestellt werden, damit die unter Umständen wenigen Texte nicht zu stark von Fotos dominiert werden. Auf eine gute Balance zwischen Text und Bildern sollte also geachtet werden. Zwischen den einzelnen Bildern sollten idealerweise Begleittexte mit Hintergrundinformation liegen. Optimal ist dabei eine Schriftlänge von rund 200 Wörtern.

Die Bilder selbst können groß sein, sollten allerdings nicht die gesamte Breite des Inhaltsbereichs einnehmen. Sie sollten vielmehr zentriert und mit einem ausreichenden Abstand zum linken und rechten Rand positioniert werden. Auch sollten die Bildgröße und die Auflösung ungefähr den Minimal-Anforderungen der Homepage entsprechen. Gerade professionelle Fotografen liefern Bilder in einer Auflösung von mehreren tausend Pixel je Höhe und Breite. Auf einer Homepage sind für die Bildbreite jedoch 600 Pixel völlig ausreichend. Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie dem kostenlosen GIMP ist ein Bild schnell auf eine passende Größe herunter skaliert. Das kleinere Bild lädt dann im Gegensatz zu einer um vielfach größeren Bilddatei auch bei schlechter Internet-Verbindung verzögerungsfrei und schont das Datenvolumen von Besuchern mit mobilem Internet.


Verwendung von Videos

Video-Dateien sind, genau wie Audio-Dateien, meist recht groß. Mehr Speicherplatz ist bei einem Homepage Baukasten aber mit höheren Kosten verbunden. Daher empfiehlt es sich, die Videos bei Portalen wie YouTube zu veröffentlichen und anschließend in die Band-Homepage einzubinden. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass die Videos auch über YouTube zusätzliche Zuschauer erreichen und bei Gefallen von diesen ebenfalls über Soziale Netzwerke wie Facebook weiter verbreitet werden können.


Für Videos gilt dasselbe wie für Bilder. Sie sollten nicht zu dominant wirken und mit entsprechenden Begleittexten aufgelockert werden.


Einbinden von Audio-Dateien

Was YouTube für Videos ist, das ist Soundcloud für Audio. Hier lassen sich die eigenen Stücke hochladen und veröffentlichen. Anschließend kann man den Audio-Player in die eigene Homepage einbinden. Im Gegensatz zu großen Fotos oder dem YouTube-Player kann man bei den Audio-Playern die Breite ein wenig reduzieren, sodass bei Bedarf zwei Player neben einander passen.


Dennoch sollte auch mit den Audio-Playern sparsam umgegangen werden. Für Besucher der Seite, die noch keine großen Fans sind, wirken 20 Songs geballt auf einem Fleck eher abschreckend als einladend. Die Audio-Player sollten vielmehr dazu einladen, dass Besucher Gefallen an der Musik finden und gegebenenfalls den Soundcloud-Auftritt der Band besuchen. Dort können sie dann das gesamte Archiv der Band durchstöbern.


Fernec Nagy Erstellt von:
Ferenc Nagy
Homepage-Experte
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